Meran gilt seit dem 19. Jahrhundert als Kurort, und Obermais ist der Stadtteil, in dem sich dieser Ruf am deutlichsten zeigt. Zwischen Apfelgärten, Rebhängen und Palmen stehen alte Villen, die vom Charme der Belle Époque erzählen. Das milde Klima erlaubt es, viele Monate im Jahr draußen zu sitzen.
Wer hier unterwegs ist, bemerkt rasch, wie nah Stadt und Natur beieinanderliegen. Auf wenigen Kilometern wechseln sich Flaniermeilen, Weinberge und Waalwege ab, und über allem steht die Kulisse der Texelgruppe.
Wie lässt sich Meran am besten erkunden?
Die Altstadt mit ihren Lauben, dem Stadttor und der Passer-Promenade lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Von Obermais aus führen ruhige Wege durch Gärten und entlang der Rebzeilen in die Stadt, und der Spaziergang gehört für viele Gäste zum festen Tagesrhythmus.
Für weitere Ausflüge bieten sich die Waalwege an. Diese historischen Bewässerungskanäle verlaufen fast eben am Hang und eröffnen weite Blicke über das Burggrafenamt, ohne dass viel Kondition nötig wäre.
Welche sind die besten Hotels in Obermais in Meran?
Ruhe, Grün und Spa verbindet das Hotel Burggräflerhof am Haslerweg. Das Haus liegt mitten in Obermais, rund 20 Gehminuten vom Zentrum entfernt, und der Blick reicht über Apfelgärten bis zu den Gipfeln der Texelgruppe. Es verfügt über 38 Zimmer und Suiten, einen Innen- und einen Außenpool im Spa Vita Aurea sowie einen Panoramagarten, und im Restaurant kommen regionale Zutaten auf den Tisch.
Diese Häuser zählen zu den empfehlenswertesten Adressen im Meraner Raum:
- Hotel Burggräflerhof in Obermais: ruhige Lage, Spa mit Innen- und Außenpool und ein Garten mit Weitblick.
- Castel Fragsburg: ein Relais-&-Châteaux-Haus aus dem 17. Jahrhundert oberhalb von Meran, mit 20 Suiten, einem Garten von fünf Hektar und einem Gourmetrestaurant.
- Hotel Villa Mozart: ein kleineres, zentrumsnah gelegenes Haus in Meran.
Gärten, Promenaden und Thermen
Zu den bekanntesten Anlagen der Stadt zählen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die auf mehreren Hektar Pflanzen aus aller Welt zeigen. Wer botanisch interessiert ist, plant dafür besser einen ganzen Tag ein und beginnt am Vormittag, wenn es noch ruhig ist.
Die Gilf- und die Winterpromenade sind klassische Orte für den Spaziergang nach dem Frühstück. Zudem gibt es in Meran moderne Thermen, die mit Becken im Freien und in Hallen einen ganzen Nachmittag füllen können. Wer abends noch Lust auf Kultur hat, findet im Kurhaus Konzerte und Veranstaltungen, die an die große Zeit des Kurorts anknüpfen.
Kulinarik und Wein im Burggrafenamt
Das Burggrafenamt bringt Weine hervor, die auch außerhalb Südtirols geschätzt werden. Lagrein, Vernatsch und Weißburgunder wachsen an sonnigen Hängen, und viele Betriebe laden zu Verkostungen ein. Dazu gehören herzhafte Südtiroler Spezialitäten wie Speck, Schlutzkrapfen oder Knödel in unterschiedlichen Varianten.
Wer mehr über die regionale Küche erfahren möchte, besucht die Obstmärkte in der Altstadt und kauft dort Äpfel, Marillen und Honig direkt von den Erzeugern. Auch Hofschänke in der Umgebung bieten einfache Gerichte mit Zutaten aus eigener Produktion.
Mit Bus und Bahn in die Umgebung
Von Meran aus fährt die Vinschgerbahn in Richtung Mals, und Busse erreichen viele Dörfer des Burggrafenamts. Mit dem Südtirol Guest Pass, den viele Beherbergungsbetriebe ihren Gästen anbieten, lassen sich öffentliche Verkehrsmittel in der ganzen Provinz nutzen, was Ausflüge ohne Auto erleichtert.
Besonders lohnend ist die Fahrt hinauf nach Meran 2000, wo Wanderwege auf rund 1.700 Metern beginnen. Von oben zeigt sich das Etschtal mit der Stadt in seiner ganzen Weite.
Die richtige Reisezeit für Meran
Der Frühling ist besonders eindrucksvoll, wenn die Obstbäume blühen und die Gärten in voller Pracht stehen. Im Sommer bleiben die Abende lang, und auf den Bergen lässt sich der Hitze entgehen. Der Herbst gilt wegen der klaren Sicht und der Weinlese als Favorit vieler Stammgäste.
Auch der Winter hat seinen Reiz, denn Meran ist dann ruhiger und die Weihnachtsmärkte sorgen für Stimmung. Wer Ruhe sucht, kann die kalten Monate gut für Spaziergänge, Museen und lange Stunden im Spa nutzen.

